Blutspenden

In der Schweiz werden täglich ca. 1’200 Blutreserven gebraucht, das sind 540 Liter Blut. Um dieses zur Verfügung zu stellen, werden immer wieder neue freiwillige Spenderinnen und Spender gesucht.

Wer darf Blut spenden?

– alle zwischen 18 und 70 Jahren
– über 50kg schwer
– gute Gesundheit
– normale Blutdruck-, Puls- und Hämoglobinwerte
– normale Körpertemperatur
– alle, die noch nie Blut erhalten haben

Wo kann ich Blut spenden?

– regionale Blutspendezentren (in Städten)
– mobile Equipen (in Gemeinden, Schulen, Firmen)

Wie läuft eine Blutspende ab?

1. Fragebogen

doppelseitiger Fragebogen

Vor jeder Spende muss der Spender/die Spenderin seine/ihre persönlichen Daten angeben und verschiedene medizinische Fragen mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten.

2. Gesundheitscheck
Folgende Werte werden vor jeder Spende gemessen:

Blutdruck:
Bezeichnet den Druck, der durch den Herzschlag und den damit verbundenen Transport des Blutes in den Gefäßen entsteht.

Puls:
Der Puls ist die durch die Pumpkraft des Herzens entstehende Druckwelle des Blutes in den Arterien.

Hämoglobin:
Pigment, das die roten Blutkörperchen färbt. Das Hämoglobin besitzt die Eigenschaft, sich mit Sauerstoff (O2) und Kohlendioxid (CO2) verbinden zu können. Es ermöglicht den roten Blutkörperchen, den Sauerstoff von der Lunge aus in sämtliche Körperzellen zu transportieren, wo sie im Austausch Kohlendioxid aufnehmen und zur Lunge zurückbringen. Der mittlere Hämoglobinwert ist beim Mann höher als bei der Frau, weshalb die Minimalwerte, um Blut spenden zu dürfen, unterschiedlich sind: 135g/l bei Männern und 125g/l bei Frauen.

Körpertemperatur:
Ist die Temperatur, welche in einem menschlichen Körper gemessen werden kann.

3. Persönliches Gespräch:
Im persönlichen Gespräch mit einer Fachperson, meist ein Arzt/eine Ärztin, geht es darum, Fragen zum Gesundheitszustand des Spenders/der Spenderin vertieft abzuklären und offene Fragen des Spendewilligen zu beantworten. Dieses Gespräch muss bei der ersten Spende und ab 65 Jahren vor jeder einzelnen Spende geführt werden.

Blutbeutel (450ml)

4. Die Spende selbst:
Die eigentliche Blutspende dauert ungefähr 10 Minuten, dabei wird dem Körper knapp ein
halber Liter Blut abgenommen: 450ml gehen in den Blutbeutel und der Rest wird in
Teströhrchen abgefüllt, welche dann ins Labor gebracht werden.

 

5. Ruhephase & Stärkung:
Nach der Spende sollte man sich einen Moment lang ausruhen, die meisten Spenderinnen und Spender fühlen sich nach 10 bis 15 Minuten wieder richtig fit. Zur Stärkung erhält man ein Kaffee, Fruchtsaft und auch etwas Kleines zu essen.

Welche Arten von Blutspende gibt es?

1. Vollblutspende:
Dies ist die „klassische“ Spende, hier werden dem Spender oder der Spenderin 450 Milliliter Blut entnommen. Erst nach der Spende wird das Blut in die einzelnen Bestandteile getrennt.

2. Apherese:
Bei der Apheresen-Spende (auch Hämapheresen-Spende genannt) werden dem Spender nicht alle Bestandteile des Blutes entnommen. Das entnommene Blut wird maschinell in die gewünschten Komponenten aufgetrennt; die nicht benötigten Blutbestandteile werden im gleichen Arbeitsgang dem Spender wieder zurückgegeben. Solche Spenden bedingen einen Zeitaufwand von einer Stunde bis zu zweieinhalb Stunden. Es gibt zwei wichtige Apheresespenden: Die Plasma- und die Thrombozytenspende.

3. Eigenblut:
Die Eigenblutspende kann sinnvoll sein, wenn z. B. eine anstehende Operation bereits mehrere Wochen im Voraus planbar ist und der Patient gesund genug ist, dass ihm zwei bis vier Spenden in relativ kurzer Zeit entnommen werden können. Eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt klärt diese Frage.

4. Stammzellenspende:
Eine ganz besondere Form der Spende ist die Blutstammzellspende. In der Schweiz erleiden jährlich weit über hundert Kinder und junge Erwachsene schwere Erkrankungen des Knochenmarks. Bis vor einigen Jahren bedeutete diese Erkrankung in der Regel den Tod.
Die Transplantation von Blutstammzellen (sogenannte adulte Stammzellen und nicht die politisch umstrittenen embryonalen Stammzellen) hat sich aber als vielversprechende Form der Behandlung durchgesetzt!

Weitere Informationen:
Den Bericht zum Thema findest du in der VideoGang-Sendung TopEditon 065.

www.blutspende.ch
www.blutspendezuerich.ch

 

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